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Festspiele

Waldfestspiele Bad Kötzting: Klassiker auf Bairisch

Die Waldfestspiele Bad Kötzting sind längst zum Aushängeschild des ostbayerischen Volkstheaters geworden. Klassiker der Literatur werden in den bayerischen Dialekt übertragen und damit einem breiten Publikum nahe gebracht – ein beispielhaftes und erfolgreiches Konzept.

„Ein Sommernachtstraum“ bei den Waldfestspielen am Ludwigsberg 2017


Helena liebt Demetrius. Demetrius jedoch liebt Hermia. Lysander liebt Hermia auch. Hermia liebt Lysander, soll jedoch Demetrius heiraten – oder ins Kloster gehen. Eine verzwickte Situation. Was also tun? Im Schutz der Nacht fliehen die vier Liebenden in den Wald.

 

RÜPELSPIEL UND ELFENSPUK

Dort regiert der Elfenkönig Oberon, der selbst mitten in einer Ehekrise mit seiner Frau Titania steckt. Doch weiß er schon, wie er sich an ihr rächen und sie zugleich wiedergewinnen kann: Sein Diener Puck soll ihm eine Wunderblume bringen, deren Saft - auf die Augen von Schlafenden geträufelt – bewirkt, dass sich derjenige beim Erwachen in das erste Lebewesen verliebt, das er erblickt. Auf diese Weise will Oberon auch die Liebesverwirrungen der unglücklichen Liebenden zum Guten wenden.

Zu dumm nur, dass der närrische Puck es faustdick hinter den Elfenohren hat und zudem ein bisschen schusselig ist. Er produziert in kürzester Zeit das schönste Liebeschaos, in das auch die Eltern der Liebenden, die ihnen dicht auf den Fersen sind, hineingeraten.

Gleichzeitig versucht auf einer Waldlichtung eine engagierte Truppe Handwerker, eine „tragische Komödie“ für die Hochzeit des Herzogs Theseus mit Hippolyta einzustudieren. Ein kompliziertes und nahezu aussichtsloses Unterfangen - umso mehr, da Oberon einen von ihnen in einen Esel verwandelt, in den sich Titania prompt verliebt. So nehmen die turbulenten erotischen Verwicklungen von Alt und Jung, Menschen und Elfen ihren Lauf.

Erst als der Morgen graut, reiben sich alle erstaunt die Augen… War es am Ende nur ein Traum?

BUNT, DERB, KOMISCH UND POETISCH – UND WIE GESCHAFFEN FÜR DIE FESTSPIELGEMEINSCHAFT

William Shakespeares 1595 in London uraufgeführte Komödie wird bei den Waldfestspielen zeitgemäß, witzig und frech ins Bairische übertragen. Kitschig-trachtig gekleidete Menschengestalten treffen dort auf skurrile, farbenfrohe Elfen und Fabelwesen.

Johannes Reitmeier, langjähriger Regisseur der Festspielgemeinschaft und Intendant des Tiroler Landestheaters, und Co-Autorin Barbara Kerscher wollen zusammen mit Kostümbildnerin Antje Adamson dabei ihrer Phantasie freien Lauf lassen und einmal so richtig auf die Pauke hauen. Ein buntes, fröhliches Treiben mit Texten voll derber Komik, poetischem Charme und schlüpfrigen Zweideutigkeiten ganz im Sinne Shakespeares erwartet demnach in dieser Saison die Zuschauer auf dem Ludwigsberg.

Dazu passend wird sich die Bühne in einen zauberhaften, grünen Urwald verwandeln – ein perfekter Ort für neugierige Elfen und Feen, Kobolde und Zauberwesen.

Mit der Neuproduktion von „Ein Sommernachtstraum“ möchte die Festspielgemeinschaft nicht nur sich, sondern auch ihrem Publikum einen langgehegten Wunsch erfüllen. Die hochmotivierten Spieler jeden Alters können endlich wieder einmal ihr großes komisches Talent zeigen und versprechen mit der gewohnten Leidenschaft und Spielfreude erneut einen Theaterabend, wie Sie ihn noch nie gesehen haben!

Inszenierung: ..... Johannes Reithmeier
Kostüme: ........... Antje Adamson
Maske: ............... Katja, Sonja und Theo Hauser
Bühne: ................ Festspielgemeinschaft unter der Leitung von Franz Bachl


Aufführungstermine im Jahr 2017 (jeweils um 20.30 Uhr):

22. Juli (Premiere) / 25. / 28. / 30. Juli
01. / 04. / 05. August


Kartenreservierung und -vorverkauf:

Ab 26.11.2016 unter www.waldfestspiele.de, den Vorverkaufsstellen von okticket.de bzw. über den Kur- und Gästeservice Bad Kötzting, Tel.: 09941/ 400 32 153

   

Das Pfingstlspiel

Altes Brauchtum nach Karl B. Krämer in einer Neufassung von Johannes Reitmeier

Uraltes Volksbrauchtum als expressives Straßentheater, das ist der Charakter des "Pfingstl-Spiels". Zentrale Figur des Stückes ist die ursprünglich heidnische Gestalt des "Pfingstl", der in seinem grünen Grassetgewand aus jungen Fichtenzweigen und mit dem Rindenkobel Kopf Fruchtbarkeit und Wachstum symbolisiert. Bevor er jedoch und mit ihm das Frühjahr Einzug halten kann, müssen erst der Winter und seine Geister vertrieben werden.

Diese furchterregend maskierten Gesellen treten unter großem Lärm und mit skurrilen Bewegungen auf. Sie erschrecken die Menschen, die sich zusammenschließen, um mit Feuer und Geschrei die "kalte Brut" zu verjagen. Endlich ist die Zeit gekommen, mit dem Tanz um den "Pfingstl" den Einzug des Frühjahrs fröhlich zu feiern.

Straßentheater ab 21.00 Uhr auf dem Kötztinger Rathausplatz.

Eintritt frei

Aufführungen: 03.06. und 04.06.2017

 

 

 

Kur- und Gästeservice Bad Kötzting
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